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Ich hab bei Sunny gelesen,dass sie die schlimmste Story ihres Lebens aufgeschrieben hat...Ich musste echt weinen,als ich das gelesen hab,weil ich gemerkt habe,wie viele Gefühle darin stecken,und weil ich genau weiss,wie sie sich fühlt...
Weil ich mir vorstellen kann,dass das vielleicht hilft,wenn auch nur ein klein wenig-hab ich mich entschlossen,auch die schlimmste Zeit meines Lebens aufzuschreiben.Ihr müsst es nicht lesen,es ist einzig dazu da,mir zu helfen...Natürlich könnt ihr,wenn ihr wollt,aber ich zwinge euch nicht zu bleiben...
In dieser "Geschichte" ,die leider keine Geschichte,sondern das wahre Leben ist,geht es um meine Oma und meinen Opa,die wichtigsten Menschen meines Lebens...


Ich hab von meiner Geburt an bei meinen Großeltern gelebt...Meine Mutter wollte mich abtreiben,und war ihr Leben lang mit der ganzen Situation überfordert.Meine Großeltern waren schon immer die wichtigsten Menschen meines Lebens,und ich hatte weder zu meinen Eltern,noch zu anderen Verwandten so eine enge und vertraute Beziehung wie zu ihnen.Sie hätten alles für mich getan,waren für mich "Meine Eltern" und ich war glücklich,so wie alles war.Wir sind von meinem ersten Lebensjahr an fast jedes Jahr nach Miesbach in Bayern gefahren...Das sind Zeiten an die ich mich besonders gerne erinnere,weil sie glücklich waren, diese Zeiten.Es war immer schön,und wir haben uns supergut verstanden. Ich hab diese beiden Menschen von Anfang an als ein Geschenk gesehen,und,auch wenn sie noch sehr jung waren für Großeltern,wusste ich doch die ganze Zeit,dass sie mir nur geliehen sind.Also lebten wir jedes dieser Jahre,liebten uns,und es kam nur selten vor,dass wir uns gestritten haben...Aber dann kam der Tag,der alles verändert hat.Ich weiss es noch ganz genau,wir saßen im Wohnzimmer,alle Lichter waren an,es war glaube ich kurz nach meinem siebten Geburtstag,ich lag auf dem Sofa,mein Opa saß auf dem anderen...Meine Oma kam nach Hause vom Arzt,und ich wusste gleich,dass was nicht stimmt...Ich hab mich neben sie gesetzt,und meinen Kopf auf ihren Schoß gelegt...Sie hatte Tränen in den Augen als sie uns gesagt hat,dass sie einen Tumor im Bauch hat...Ich musste weinen,obwohl ich gar nicht richtig wusste was los ist...Danach ist echt alles den Bach runtergegangen...die nächsten vier Jahre waren die schlimmsten meines Lebens.Es hat sich rausgestellt,dass der Tumor in ihrem Bauch bösartig ist...also hatte sie danach viele Operationen,gezählt hab ich sie nie,weil es zu viele waren....Sie hatte bestimmt drei Chemotherapien,keine hat geholfen,und jedesmal wenn eine wieder nicht angeschlagen hat,hatte sie fast aufgegeben,dann aber doch weitergekämpft....Mein Opa war genau so stark...Meine Mama und mein Onkel (wie sollte es auch anders sein) haben sich in dieser Zeit total von ihr abgewendet.
Sie hat ihre Haare verloren,weswegen sie total oft geweint hat,was mich auch fertig gemacht hat....Sie hat dann auch irgendwann so einen Katheder oder wie das heisst an den Bauch bekommen,weil sie vor Schmerzen,und weil der Krebs schon so viel kaputt gemacht hatte,nicht mehr auf Toilette gehen konnte.Das musste immer gewechselt werden,das hat mein Opa gemacht,und sie hat dabei jedesmal so geschrien und geweint,dass ich dachte,jetzt ist es vorbei....Entweder hab ich mir die Finger in die Ohren gesteckt,mich in meinem Zimmer verkrochen und gesungen,oder ich bin gleich nach draussen abgehauen...Mir gings genau wie ihr,von Tag zu Tag schlechter.
Das ging über vier Jahre so. Natürlich gab es auch gute Zeiten,unsere Urlaube zum Beispiel,in denen sie noch lachen und Spaß haben konnte,aber auch das hat irgendwann aufgehört.Sie hat auch immer versucht das Leben noch positiv zu sehen,und immer Scherze gemacht,z.B,dass sie nen Foto von sich haben will,ohne Haare...Ohne die Perücke,und irgendwann,wenn sie wieder gesund ist,drüber lachen wird.Leider konnte sie das nicht mehr....Als es ihr immer schlechter ging,kam sie,ich glaube im März 1999 ins Krankenhaus.Ich bereu es heute ganz feste,dass ich sie nur wenig besucht habe, aber ich glaube,ich habe den ganzen Schmerz nicht mehr aushalten können....
Am 15.Mai 1999 lag ich neben meinem Opa im Bett,und um halb sechs hat das Telefon geklingelt...Mein Opa ist aufgesprungen,ich hab mir die Ohren zugehalten,danach hab ich gehört wie er eine Nummer gewählt hat,dann kam er wieder ins Schlafzimmer,und hat gesagt: "Liebling,geh bitte hoch zu den Nachbarn...."...ich war total verwirrt,hab ihn geküsst,er hat mir den Wohnungsschlüssel gegeben,und ich bin noch im Schlafanzug hoch zu den Nachbarn gerannt....Da bin ich dann geblieben,weiss gar nicht mehr wie ich die Zeit rumgekriegt hab,Sabrina,die Tochter von denen,war damals meine beste Freundin,die ist zwei Jahre älter als ich...Ich glaub wir lagen im Bett und haben gequatscht...Irgendwann sind wir raus,und haben mit ihren Eltern gegrillt...Als mein Opa abends immer noch nicht da war,habe ich mir ziemliche Sorgen gemacht...Irgendwann kam dann Andrea,die damalige Freundin von meinem Onkel,die sich - im Gegensatz zu ihren Kindern- rührend um meine Oma gekümmert hat,und wie eine Tochter für sie war,und hat gesagt,ich soll bei den Nachbarn schlafen...Ich weiss noch,dass ich in dem Moment furchtbar wütend war,weil mir keiner gesagt hat,was los ist....aber ich habe getan was sie mir gesagt hat.Ich hab also bei den Nachbarn geschlafen,und morgens wollte ich schauen ob mein Opi da ist...Weil ich geträumt hab,dass sein Auto in die Einfahrt fährt...dass weiss ich noch ganz genau.Bei uns unten war der Vorhang zugezogen,und ich hab geklingelt.Sabrina saß auf der Kellertreppe und hat ein Eis gegessen....weiss ich auch noch ganz genau.Mein Opa hat aufgemacht,mich angeschaut,und ich habe gesehen,dass er Augenringe unter den Augen hat...Irgendwie habe ich dann gesagt :" Ich will die Oma jetzt besuchen..."...und er hat gesagt: " Nein Liebling,das kannst Du nicht...."....und ich hab gefragt:"Warum?"....da hat er das gesagt was ich nie vergessen werde..."Die Oma ist jetzt beim Opa Franz....da oben.....(Mein Opa der im Januar 1999 gestorben ist) "..ich habe glaub ich nur "achso...." gesagt....weil ich die Tränen nicht mehr zurück halten konnte,hab ihn geküsst,und gesagt: " Ich geh wieder raus..."....dann bin ich weggerannt,hab mich neben Sabrina gesetzt,und geheult...Ich wusste nicht mehr weiter...Irgendwann bin ich dann rein,hab mich ins Bett verkrochen,und nur noch geheult....Wie ich die Tage danach überstanden habe,weiss ich nicht mehr, genau so, wie ich die ganze Beerdigung vergessen habe...Ich weiss nichts mehr davon...Ich habe keine Erinnerung,und das macht mich fertig,ich weiss nur noch,dass sie am 20.Mai 1999 war.
Die Jahre danach sind gänzlich aus meinem Gedächtnis verschwunden...Ich weiss nur,dass ich keinen Bock mehr auf irgendwas oder irgendwen hatte,und in der sechsten Klasse durchgefallen bin.War mir auch scheiss egal.
Mein Opa hat irgendwann eine neue Frau kennen gelernt,mit der meine Großeltern aber schon ewig befreundet waren.Er kam dann mit ihr zusammen,und am Anfang hab ich sie gehasst wie die Pest.Ich hätte ihr die Augen auskratzen können,weil ich mir eingeredet hab mein Opa verät meine Oma,und sie nimmt mir meinen Opa weg,was natürlicher totaler Schwachsinn war.
In dieser Zeit habe ich Sophie und Mandy auch kennen gelernt,was mein absoluter Halt war.
Zu der Zeit bin ich dann auch Sandyfan geworden.Ich wusste nicht mehr weiter,wollte nur noch sterben,und hab mich an ihr festgehalten,was bis heute so geblieben ist.Mir ist aufgefallen,seit 2001,dass mein Opa immer schwächer wurde,nur noch mit Mühe Treppen steigen konnte,und fast nichts mehr alleine tragen konnte.Er hatte auch,wo ich 4 oder 5 war schon ein oder zwei Herzinfarkte,weswegen ich mir dann noch mehr Sorgen gemacht hab. Ich hatte verdammte Angst meinen Opa auch noch zu verlieren,auch wenn er seine Atemnot total runtergespielt hat.Seine neue Freundin ist dann zu uns gezogen,um sich um meinen Opa zu kümmern,und ich hab mich auch immer besser mit ihr verstanden.Es hätt auch alles so schön sein können,wenn nicht seine Atemnot immer schlimmer geworden wäre...Naja,und weil er sich nicht mehr wirklich um mich kümmern konnte,musste ich dann zu meinem Papa ziehen,Anfang 2003. Das hat mich wieder total runter gezogen...Weg von meinen Freunden,von meiner Umgebung,weg von all dem was ich in 14 Jahren lieb gewonnen hatte. Und vor allem,weg von meinem Opa. Ich hab wieder soviel geweint,in dieser Zeit...Aber ich hab es auch als Chance gesehen,wieder hoch zu kommen,aus meinem Tief.Im Oktober 2003 hat mein Opa dann seinen Schatz auch geheiratet.Ich kann mich noch gut an die Hochzeit erinnern,weil es einer der schönen Tage war,die ich mit meinem Opa noch teilen durfte.Heiligabend auch,es war so wunderschön,auch wenn es meinem Opa nicht wirklich gut ging,ich habe es als Geschenk gesehen,bei ihm sein zu dürfen,mein Papa hat mich gefragt wo ich Weihnachten feiern möchte und ich habe gesagt bei meinem Opi,weil ich wusste,das jeder Tag den ich mit ihm verbringe der letzte sein kann.Ich hab dann halt bei meinem Papa gewohnt,und oft mit meinem Opa telefoniert,auch wenn er zeitweise nichtmals mehr richtig sprechen konnte. Er war oft im Krankenhaus,und ich hab ihn besucht...Weil er doch alles für mich war.Es ist ihm immer schlechter gegangen,und ich hatte jeden Tag das Gefühl,mein Herz will rausspringen,und zu ihm fliegen...Ende Oktober 2004 habe ich zu meinem Papa gesagt ich möchte,dass er mit mir zu meinem Opa fährt,weil ich im Gefühl hatte,dass ich zu ihm muss,und ihn sehen,ich wusste,dass das der letzte Tag sein wird,an dem ich ihn sehen werde, ich habs einfach gefühlt.Also waren wir ,ich glaube am 31.10.04 da....Er hatte so ein Krankenbett zu Hause und konnte kaum noch gucken,weil seine Augen so angeschwollen waren...Er konnt nicht sprechen..ich hab ihn geküsst,er wollt ein Stück nach vorne kommen,aber selbst das tat ihm weh...Ich hab ihn angeschaut,und hab den Himmel in seinen Augen gesehen...Von da an war ich mir sicher,das es das letzte mal war....das allerletzte mal.Ich bin erstmal ins Bad und hab geweint....Jetzt schäme ich mich dafür,ihm meine Tränen nicht gezeigt zu haben,und wie sehr es mich verletzt ihn Stück für Stück zu verlieren.Als wir wieder gefahren sind,hab ich ihn nochmal ganz lange angesehen,er hat mir zugelächelt,und gesagt:"Mein Schatz...." er hat mir Geschenke gemacht,keine materiellen,sondern menschliche.Geschenke die mir mehr wert sind,als alles Geld der Welt..."Mein Schatz"-das größte Geschenk der Erde für mich.Im Auto hab ich nur vor mich hingestarrt,und Musik gehört...Ich vergess nie wieder,wie ich mich gefühlt habe.Am 5.November hat er dann Geburtstag gehabt...Ich hab ihn angerufen,und ihm gratuliert...."Danke mein Liebling...." -es sollte der letzte Satz gewesen sein,den ich mit ihm geredet habe. "Danke mein Liebling"-und wieder ein Geschenk.Ich weiss,er hat es so gefühlt wie ich,das es das letzte mal ist. Mein Opa war kein Mensch der viel Gefühl gezeigt hat...Worte wie "Schatz und Liebling" kamen nur selten vor...Diese Liebe musste man "fühlen" statt "sprechen"....Aber in diesen Tagen hat er mir bereitwillig diese Geschenke gemacht,weil er wusste,ich werde sie brauchen,um weiter zu leben,wenn er uns verlässt...."Schatz und Liebling" -eingeschlossen in meinem Herzen. Zwischen uns war alles gesagt,nichts ungeklärt,wir sind in Liebe auseinandergegangen,mit Herzen voll von Erinnerung....Er ist im Streit mit meiner Mutter gestorben,ich wünsche ihr,dass diese Einsicht irgendwann ihr Herz zerfetzt.....Mitte November,ich glaube am 12.oder 13. kam mein Papa in mein Zimmer,ich hab noch geschlafen,und er hat gesagt: " der Opa ist wieder im Krankenhaus....aber sie sagen,es wär nicht so schlimm"....wie schlimm,das konnte ich nicht ahnen.Ich hab jeden Tag an ihn gedacht,und ich wollte ihm einen Brief schreiben,indem ich ihm sagen wollte,was er mir bedeutet und ihm für alles danken...dass ich das nicht getan habe,bereue ich unheimlich. Ich hab viel geweint deswegen...Mein Papa hat gesagt,er wusste es auch so,aber es wär doch ein Stück weit befreiend für mich gewesen,hätte den Schmerz vielleicht nicht ganz so in den Himmel schiessen lassen.....Am 17.11.2004 ist dann das passiert,was mich wieder in ein großes Aus gestürzt hat. Ich habe Popstars angeschaut,auf einmal hab ich mein Handy blinken sehen...da stand grad noch "Opa Handy ruft an "....da ich wusste,das mein Opa kaum noch in der Lage war zu sprechen,wusste ich schon,dass irgendwas los ist....Ich hab mir die Decke über die Ohren gezogen,und wollte einfach einschlafen....irgendwann kam mein Papa rein,und hat gesagt ich soll mal bitte in die Küche kommen =,\....Ich hab mir meine Katze geschnappt,und mich in die Küche gesetzt....Mein Papa hat gesagt,dass es Opa überhaupt nicht gut geht,ich hab nur gefragt:"stirbt er jetzt?"....und mein Papa hat gesagt:" Kann heute sein,kann nächste Woche sein,kann morgen sein....."...
Ich hab nur noch gehofft,dass er endlich erlöst wird....Ich bin in mein Zimmer gerannt,hab die Tür zugeknallt,geheult,und den Himmel angefleht ihn endlich zu befreien.Als ich halb wieder bei mir war,hab ich nur noch aus dem Augenwinkel mitbekommen,dass die gerade Trina rausgeworfen haben,als die Tür aufging....mein Papa kam rein,hat mich angeschaut,und sich auf mein Bett gesetzt....ich hab ihn nur angeschaut,er mich,und hat gesagt: " Der Opa ist grad ganz friedlich eingeschlafen"...NIE werd ich diesen Satz vergessen...Ich weiss nur noch,dass ich ganz laut "NEIN" geschrien habe,die Fernbedienung vor den Fernseher geworfen hab,damit Sandy endlich die Klappe hält....Das schlimmste war,sie hat im gleichen Moment wegen Trina das heulen angefangen wie ich wegen meinem Opa...Ich hab mir die Decke über den Kopf gezogen und nur noch geheult,ich glaub so hat mich noch nie einer heulen gesehen. Meine Eltern sind dann raus,und meinten ich soll zu denen kommen wenn ich will....Bin ich auch irgendwann...ich wusste nich mehr weiter.Ich hab noch das Gedicht geschrieben was auch irgendwo auf meinem Blog steht,hab "Slipped away" von Avril gehört,hab noch SMS mit Sophie,und Nina,meiner Cousine geschrieben,und bin dann ins Bett....Ich weiss nicht,wie ich die Nacht überstanden hab,der Wind hat ums Haus gepfiffen,alle Fenster bei mir waren auf,ich hab die Nacht im Schlaf durchgeheult und war alle fünf Minuten wach.Morgens war ich so froh,dass ich weg war...Im Bus zur Schule hab ich fast das heulen angefangen,aber es ging...Es hat geregnet....Und ich konnte kaum stehen. Ich kam in der Schule an,hab mich auf meinen Platz gesetzt und nichts mehr gesagt.Meine fünf in der Deutscharbeit war mir auch ziemlich egal.Ich hab meine Lehrerin total angeschnauzt,und sie wollte,dass ich nach der Stunde zu ihr raus komm....Da hat sie mich dann nochmal fertig gemacht,und ich stand heulend auf dem Flur....In dem Moment kam Marijana raus,und hat gefragt was los ist....Ich hab so geheult und ihr sofort alles erzählt,weil ihr hab ich da blind vertraut,vor allem,weil ihr Papa auch erst ein halbes Jahr vorher gestorben war....Sie hat mich einfach nur in den Arm genommen (lieb dich süße) und wieder mit rein genommen.
Irgendwie hab ich die zwei Stunden noch überstanden.
Die Beerdigung war am 22.11.2004. Ich hab meine ganze verfuckte Verwandschaft wieder gesehen.Ich hab mich in die zweite Reihe gesetzt,weil ich nicht bei meiner Mama sitzen wollte.Mein Papa saß irgendwo weiter hinter.Ich kam mir so blöd vor....Ich hab die ganze Zeit geweint,und rumgeschnieft,während alles leise war....Als der Pastor die Rede gehalten hat ( "Wie ein Schiffbrüchiger ,über dem die Wellen zusammenschlagen, so muss er sich am Ende gefühlt haben..."),
und gesagt hat,ich hätte ihm kraft gegeben,war alles vorbei...ich konnt nicht mehr aufhören zu weinen.Ich hab den Sarg die ganze Zeit angeschaut,und das weisse Herz davor...."In Liebe Deine Anna....".....er hat Rosen geliebt....ein Herz aus weissen Rosen....*seufz...*.......Ich hab es angeschaut,und dann haben sie dieses Lied gespielt...."Walzer für Dich" von Pur....wie ich es geschafft hab nicht zusammen zu brechen,ist mir bis heute unklar.Ich hab noch nie so geweint...Ich hang an der Schulter von Isabel ( die Enkeltochter von Opas Frau..die war da..ähm...14 glaub ich),und wir haben beide so geweint....Als das Lied zum Ende ging,haben sie den Sarg raus getragen...genau bei der Stelle "Glaube mir Papa,ich behalte Dich lieb....",ich bin mit der Frau von meinem Opi und Werner ,ihrem Sohn, Arm in Arm genau hinter dem Sarg her.....,ich konnte nichts mehr denken,ausser wann der Weg endlich zu Ende ist....Das ging quer über den ganzen Friedhof,bestimmt 15 Minuten, und es tat so weh....Als wir da waren,und die Sargträger den Sarg runter gelassen,und ihre Handschuhe reingeworfen haben,wäre ich am liebsten hinterher gesprungen....Meine "Mutter" hat irgendwas genuschelt am Sarg,blöd geguckt,un is gegangen....Ich hab mich vor das offene Grab gestellt...hab " Ich liebe Dich" geflüstert...so gut ich noch sprechen konnte,meine Stimme war echt sowas von erstickt...,hab ein bisschen Erde aus dem Eimer reingeschaufelt,und eine Rose reingeworfen,dann bin ich zu meiner Patentante,und hab einfach nur geheult....
Danach waren wir Essen,und er hat so gefehlt,meine Mama hat mich die ganze Zeit giftig angeschaut,weil ich nicht bei ihr saß....aber das ist mir egal.Das war auch der letzte Tag,an dem ich mit ihr Kontakt hatte.
Auch wenn meine Oma und mein Opa jetzt beide im Himmel sind,vergessen werde ich niemals....Weder die guten,noch die schlechten Zeiten.Es tat weh,das aufzuschreiben,Tränen sind auch gerade geflossen,ich hab beim schreiben das Lied von der Trauerfeier meines Opas gehört....aber es war auch befreiend.
Im Himmel sehen wir uns alle wieder.
Ihr wart mein Leben,und ich danke euch ewig,dass ihr mir
alles gegeben habt,was ihr konntet.......